CBD-Frontbericht USA: Verbot im Anmarsch

Die US-amerikanische Drogenvollstreckungsbehörde (DEA) hat der Cannabidiol-Wirtschaft offenbar den Krieg erklärt: Berichte (siehe Links am Ende des Artikels) häufen sich, dass die DEA CBD genau wie THC als „schedule 1 drug“ eingestuft hat und nun bekundet, CBD genau wie die übrigen Gifte der „schedule 1“ mit voller Härte zu verfolgen. Ein finaler Beschluss steht aber noch aus.

Die Einstufung als „schedule 1 drug“ bedeutet, dass die betroffene Substanz in den Augen der DEA und somit der amerikanischen Gesetzgebung höchste Suchtgefahr birgt und keinerlei medizinischen Nutzen hat, analog zur von Präsident Nixon 1979 eingeführten Comprehensive Drug Abuse Prevention and Control Act of 1970, die ihrerseits eine nationale Implementierung der Single Convention on Narcotic Drugs der UN ist.

Wie die neue Bestimmung, veröffentlicht am 14. Dezember 2016 im „Federal Register Vol 81 / Rules and Regulations“ (siehe HIER), tatsächlich von der DEA exekutiert wird, kann man noch nicht abschätzen. Allerdings hat der hauptsächlich von der DEA forcierte „War On Drugs“ – welcher längst global als ergebnislos und gescheitert verlacht wird – bereits genug Todesopfer gefordert, um Nervosität als angebracht erscheinen zu lassen.

Die Bestimmung basiert auf der Feststellung der DEA, dass am Markt kein völlig mit anderen Cannabinoiden verschmutztes CBD-Extrakt existieren kann, sodass es sich bei CBD-Naturextrakten für die DEA ohnehin um „Marihuana“ handle, also um die gefährlichste Droge der Welt, die noch dazu medizinisch völlig nutzlos ist. Sollte dennoch ein reines CBD-Extrakt am Markt auftauchen, hat die DEA nun eben auch dieses illegal gemacht.

Angesicht der Entwicklungen auf US-bundesstaatlicher Ebene – die Mehrzahl der Staaten hat medizinisches Marihuana legalisiert, immer mehr erlauben es auch zum Freizeitkonsum – geraten die US-Bundesbehörden offenbar immer mehr unter gefühlten Druck. Schließlich gibt es auch im Kabinett des zukünftigen Präsidenten Trump Personen, die als deutliche Anzeichen dafür eingeschätzt werden, dass unter Trump eher eine Entschärfung der Cannabis-Situation in den USA zu erwarten sein dürfte (siehe z. B. Artikel HIER).

Die neue Bestimmung der US-Drogenvollstreckungsbehörde lässt keinen Zweifel mehr zu, dass auch CBD eine in den USA auf Bundesebene illegale Substanz ist. Ein finaler Beschluss dieser Regelung scheint aber noch auszustehen (siehe HIER). Wir werden zu gegebener Zeit berichten.

Hier weitere Berichte dazu:

Artikel in TIME USA
Artikel bei Leafly.com
Artikel in The Cannabist
Sehr ausführlicher Beitrag in den  „Freedom Articles“
Stellungnahme der kanadischen Firma Canabo

 

Weiters interessant:

US Controlled Substances Act
Single Convention on Narcotic Drugs UN



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