Führerscheinabnahmen wegen Hanf: ARGE CANNA berät und hilft

Wer wegen Cannabis seinen Führerschein verliert, melde sich bei der ARGE CANNA: Dort gibt es kostenlose Beratung und Hilfe bei der Erlangung einer ärztlichen Verschreibung und Rechtshilfe bei der Wiedererlangung des Führerscheins – schreiben Sie an kontakt@arge-canna.at.

Zahlreichen Berichten von Usern und Partnern aus der Cannabisbranche zufolge findet in und rund um Wien derzeit eine Aktion scharf des Innenministeriums gegen Alkohol- und Drogenlenker statt. Hiervon ist auch Cannabis sehr stark betroffen: Die Polizei hat im großen Stil Testgeräte dabei und es wurden bereits zahlreiche Führerscheine wegen Cannabis abgenommen. Vor Gärtnereibetrieben, die auf Cannabis spezialisiert sind, werden an Kunden nahezu täglich Kontrollen durchgeführt und ebenfalls Führerscheine eingezogen. Überdies geht die Kunde um, dass die Polizei angewiesen wurde, in Wohngebieten verstärkt auf Cannabis zu reagieren und bei z. B. verdächtigem Geruch nachzuforschen.

Jetzt Cannabis-PatientIn werden

Cannabis-KonsumentInnen sollten ihren Konsum daher spätestens jetzt als Selbstmedikation akzeptieren und sich eine ärztliche Verschreibung holen. Wer sich regelmäßig mit Cannabis behandelt, um körperliche und/oder psychische Beschwerden zu lindern, kann das in Österreich problemlos tun und muss nicht dafür den Führerschein abgeben. Genau wie bei Morphin und Opioiden gegen z. B. chronische Schmerzen sind auch Cannabinoide, sofern ärztlich verschrieben, am Steuer erlaubt. Medikamente wie Dronabinol oder Sativex kann jeder Hausarzt verschreiben, und sollte sich dieser weigern, kennt die ARGE CANNA einige Ärzte, die mehr Ahnung vom Fach haben. Fahruntauglichkeit aufgrund von Opio- oder Cannabinoiden am Steuer bleibt aber weiterhin verboten und kann trotz Vorliegen einer Verschreibung zum Entzug des Führerscheins führen.

Die ARGE CANNA lädt hiermit alle Menschen, die regelmäßig Cannabis zu sich nehmen, um damit körperliche oder psychische Beschwerden zu lindern, dazu ein, Kontakt aufzunehmen. Wir helfen mit, Betroffene zu offiziellen CannabispatientInnen zu machen, damit sie in Zukunft nicht mehr Führerschein und Geldstrafe riskieren, nur weil sie regelmäßig ihre Medizin nehmen. Und wir helfen Menschen, die deswegen bereits Probleme bekommen haben.

Wissenschaft: Fahruntauglichkeit kaum feststellbar

Eine durch Cannabis verursachte Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit hat sich wissenschaftlich nur sehr niederschwellig indiziert gezeigt. Dafür liegen, vor allem für die regelmäßige Langzeit-Einnahme von Cannabis mit dem Effekt der Entwicklung einer Toleranz, reichlich gegenteilige Belege vor. Aber nicht nur ist die Fahruntauglichkeit umstritten und wahrscheinlich kaum vorhanden. Die Polizei kann nicht einmal messen, wann welche Cannabinoide eingenommen wurden – sie entzieht den Führerschein allein deshalb, weil bei der Person am Steuer Cannabinoide festgestellt wurden – so will es das Gesetz. Erst später kann die betroffene Person dann im Labor feststellen lassen, dass z. B. kein THC, sondern nur das erlaubte CBD konsumiert wurde. Daher sollten CBD-Patienten den Test im Polizei-Planquadrat verweigern und sich am besten gleich beim Amtsarzt Blut abnehmen lassen. Es gibt ja jede Menge gesetzeskonformer Produkte am Markt, nach deren Konsum man positiv auf Cannabinoide getestet würde.

Verschlafene politische Pflicht

Wieder zeigt sich, dass die Gesetzgebung haarsträubend dysfunktional und eine anständige Regulierung von Cannabis eine verschlafene politische Pflicht ist. Dafür wird wieder einmal die Polizei von den Obrigkeiten zum Sündenbock gemacht und muss die Bevölkerung schikanieren, darunter unweigerlich auch zahlreiche CannabispatientInnen. Wann schreiten die Ministerien – BMI, BMGF, BMF – endlich zur Tat?

Hier einige Links zum aktuellen Wissensstand über Cannabis am Steuer:

https://hanfverband.de/nachrichten/blog/fuehrerschein-post-fuer-808-landtagsabgeordnete

http://norml.org/library/item/marijuana-and-driving-a-review-of-the-scientific-evidence



2 Antworten zu “Führerscheinabnahmen wegen Hanf: ARGE CANNA berät und hilft”

  1. Brunner Manuel sagt:

    Hallo,
    Ich leide an sehr starken chronischen Schmerzen, konsumiere jedoch täglich nur cbd und am abend nach der arbeit einen joint, ich habe sehr Angst vor einer Strafrechtlichen verfolgung, da Sie erst einen bekannten seinen Schein genommen haben und ich beruflich darauf angewiesen bin, gerade wegen meines Führerscheines konsumiere ich unter Tags kein THC sonder nehme nur die CBD Blüten zu mir in Verbindung mit den Tropfen, ich war schon mal beim Arzt und wollte mich erkundigen wie man in meiner Situation am besten verfahren soll, da für mich aufzuhören mit dem THC Konsum keine lösung ist da es mir ja prima hilft und ich keine Medikamente nehmen möchte, darauf hin wurde mir eine Suchtberatung angeboten, natürlich verneinte ich und dachte mir das es wohl keine möglichkeiten gibt für Menschen wie mich legal THC zu konsumieren, ich finde es sehr schade das Menschen erst wirklich krank sein müssen und die Schulmedizin nicht mehr hilft und erst dann auf naturprodukte wie Hanf zurück gegriffen wird, wobei man ja soviel vorbeugen könne mit dem Konsum von Cannabis.
    Ich erwarte mir nicht das ihr mich gleich als Patient eintragt oder sonstiges, da ich weis das dies eine ewige prozetour ist aber falls es einen Weg gibt der nicht all zu steinig ist wäre ich sehr dankbar über jede Info die ihr mir geben könnt.
    Lg Manuel

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