Das menschliche Endocannabinoid-System

 

Endocannabinoide und der Körper

Originalfassung des Artikels

Wie wir wissen, werden Endocannabinoide natürlich im Körper produziert und spielen eine wichtige Rolle bei der allgemeinen Gesundheit. Ebenso haben medizinisches Marihuana und Phytocannabinoide, gewonnen aus Cannabis, eine Reihe von therapeutischen Nutzen.

 Forscher suggerieren die Existenz des Cannabinoid-Mangels.

 Die Liste der Krankheiten, mit denen Cannabis als Heilmittel verbunden wird, ist vielfältig und wächst stetig. Ob Cannabinoide zu Linderung von Migräne, Fibromyalgie oder Reizdarmsyndrom (IBS)eingesetzt werden, ist der Wirkungsmechanismus weitgehend identisch; der Erfolg wird der Aktivierung der Körpereigenen Cannabinoid-Rezeptoren zugeschrieben.

Auffallende Ähnlichkeiten zwischen einer Vielzahl von Krankheiten, haben gezeigt, dass sie sehr gut auf die Cannabinoid-Behandlungen reagieren. Das bringt eine interessante Frage auf. Ist es möglich, dass ein „Cannabinoid-Mangel“ Ursache für diese Beschwerden ist? Einige Wissenschafter glauben, dass das der Fall ist.

funktion-01

Ethan Russo: Klinischer Endocannabinoid-Mangel

Dr. Ethan Russo ist der Senior Medical Advisor bei GW Pharmaceuticals, das Unternehmen, welches für Sativex und Epidiolex verantwortlich ist. Einer seiner wichtigsten Beiträge zum Wissen von Cannabis kann in seiner Studie „Taming THC „, in dem er die synergistische Wirkung von Terpenen in Cannabis behandelt.

 Im Jahr 2004 schlug Dr. Russo die Idee des klinischen Endocannabinoid-Mangel (CECD) in einer Studie vor (veröffentlicht in Neuro endocrinology letters). Er suggeriert , dass der Mangel an Cannabinoiden die zugrunde liegende Ursache ist warum Cannabis diese zahlreichen Krankheiten lindern kann. „Migräne, Fibromyalgie, IBS und die damit verbundenen Krankheitsbilder haben gemeinsame klinische, biochemische und pathophysiologische Muster, die einen zugrunde liegenden klinischen Endocannabinoid-Mangel, der in geeigneter Weise mit Cannabinoid-Medikamenten behandelt werden können, andeuten“, erklärte er .

Dr. Robert Melamede: Cannabis und altersbedingte Krankheit

Ebenso Dr. Robert Melamede , ehemaliger Biologie Fachbereichs Leiter und derzeitiger Professor an der University of Colorado – Colorado Springs, hält den Glauben, dass Endocannabinoide den Alterungsprozess hemmen können. Außerdem spekuliert er, dass Cannabinoide essentielle Nährstoffe sind mit der Fähigkeit, altersbedingte Krankheiten wie Krebs und Herz-Kreislauf -Krankheit zu minimieren.

Dr. Melamede erklärt, dass seine Erfahrung mit der Untersuchung der Strahlentherapie und der DNA-Reparatur, zusätzlich zu seinem persönlichen Konsum von Cannabis ihm eine einzigartige Perspektive auf die Pflanze gegeben hat. Es wird zunehmend anerkannt, dass freie Radikale für das Altern und altersbedingte Krankheiten verantwortlich sind. Insbesondere werden sie mit kardiovaskulären Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Krebs, altersbedingter kognitiver Dysfunktion und Skeletterkrankungen wie Osteoporose in Verbindung gebracht.

Interessanterweise geht die Bildung von freien Radikalen Hand in Hand mit einer Entzündung. Wenn man bedenkt das Cannabinoide wie Cannabidiol (CBD) Sehen dafür bekannt sind, Entzündungen zu hemmen, liegt es nahe, dass sie eine Rolle in der Modulation der freien Radikale auch spielen könnten.

Laut Dr. Melamede, sind altersbedingte Krankheiten einfach das Ergebnis von entzündungsbedingten freien Radikalen. Wie er in dem Americans for Safe Access (ASA) Erfahrungsbericht erklärt zirkulieren entzündlichen Erkrankungen eine lange Zeit, bis „das schwächste Glied“ zerbricht. Natürlich variiert diese Verbindung von Person zu Person, was wiederum erklärt, warum ein Cannabinoid-Mangel sich in einer Vielzahl von Möglichkeiten präsentieren kann.

Cannabis kann Cannabinoid-Mangel reduzieren

Dennoch, den Körper mit Cannabinoiden zu versorgen kann der Nutzen für jede Mängel bedingten Krankheitszustand sein. Essentielle Fettsäuren wie Omega-3, haben eine große mediale Aufmerksamkeit in den letzten Jahren für ihre Herz-Kreislauf Vorteile erhalten. Dr. Melamede betont jedoch dass die Omega-3 Fettsäuren direkt das Endocannabinoid-System ansprechen, eine Tatsache, die nur wenigen Menschen bewusst ist.

Er spekuliert, dass die essentiellen Fettsäuren aus Hanföl sogar noch besser als Omega – 3 wären. Es wäre möglich, organische Anbautechniken zu verwenden, während das aus Fisch gewonnene Omega-3 Quecksilber enthalten könnte. Natürlich wird nur die Ernährung einen begrenzten Effekt auf Endocannabinoid-Produktion haben, weshalb Dr. Melamede glaubt, Cannabis sollte als Ergänzung verwendet werden. Laut ihm, bei verlängerter Lebenserwartung der Menschen, im Vergleich zu historischen Durchschnittswerten, haben altersbedingte Erkrankungen die häufigsten Tode zu verzeichnen.

„Niemand stirbt weil er alt ist“, erklärte er. „Die Menschen sterben an altersbedingten Krankheiten“

Dr. Melamede erinnert sich im Erfahrungsbericht an eine ähnliche Situation bevor Antibiotika erfunden wurden, als Infektionskrankheiten für eine Reihe von Todesfällen verantwortlich waren. Ohne erwähnen zu müssen dass Menschen heute mit Zugang zu einer angemessenen Gesundheitsversorgung nicht mehr an Infektionskrankheiten sterben müssen. Von daher denkt er, dass wir als Menschen sich anpassen müssen, um den Nachteilen von unnötiger entzündlicher Aktivität zu begegnen. Es ist unwahrscheinlich, dass wir so schnell genug durch die Evolution gehen können, aber Dr. Melamede glaubt, das Cannabis ein „Wundermittel“ ist, das helfen kann Homöostase zu erreichen. Ferner sieht er Cannabis als einen wesentlichen Nährstoff ähnlich einem Vitamin. In diesem Sinne scheint es, dass Cannabis, Cannabissäfte und die Einnahme von rohen Blättern oder Cannabis-Esswaren, positive präventive Maßnahmen gegen altersbedingte Krankheiten haben könnten.