Rechtliche Situation international

Cannabis, eine der ältesten Heil- und Therapiepflanzen des Menschen mit bereits vor Jahrtausenden nachweislich angewendeter medizinischer Wirkung, ist aufgrund einer weltweiten Propaganda-Maschinerie, bestehend aus einer kontinuierlichen Kampagne aus rassistisch-schockierenden Horrormeldungen in Massenmedien,  gefälschten oder methodisch haarsträubenden wissenschaftlichen Studien und direkten Einflussnahmen auf höchster politischer Ebene im 20. Jahrhundert in die Illegalität verbannt worden. An dem Prozess beteiligt waren zwischen 1930 und 1970 die Baumwoll- und Holzpapierindustrie, die Kunstfaser- und Petrochemie-Industrie (vorrangig DuPont), gigantische Medienkonzerne wie das Hearst-Imperium und politische Machtgefüge von Hitler bis zu Andrew Mellon, Ex-Finanzminister der USA, und seinem nahen Verwandten Joseph Anslinger, den jahrzehntelang führenden Kopf der UN-Anti-Drogen-Behörde.

Seit Mitte der 1990er Jahre gibt es, durch die Anstrengungen zahlreicher Privatpersonen, Forscher und Initiativen, darunter in den USA herausragend Jack Herer, aber auch sein deutscher Übersetzer, lokaler Publizist und Mitstreiter Matthias Bröckers oder auch Dr. Franjo Grotenhermen, wieder eine Gegenbewegung. Zuerst wurde Industriehanf in zahlreichen Ländern in der Landwirtschaft erlaubt, auch in der EU unter strengen Auflagen nur für THC-„freien“ Hanf. Dann begannen sich Forschungsergebnisse über medizinische Anwendungen zu häufen, basierend auf wissenschaftlicher Arbeit der 1970er und 1980er, von der natürlich aufgrund des Hanf-Verbots und seiner Dämonisierung viel zu wenig möglich war. Aber die Wirkung kam: Nach und nach begannen immer mehr Staaten der Welt, sich zu besinnen. Mit den Niederlanden als Quasi-Vorreiter und Uruguay als Pionier der Total-Legalisierung zeigen sich nun in vielen der alten, westlichen EU-Demokratien und neuerdings auch am Balkan Tendenzen, Cannabis als Naturheilmittel, wenn nicht als Hausmittel, zusehends gesetzlich zu legitimieren.

 

GLOBAL

Die United Nations sind hauptverantwortlich zu machen dafür, dass Cannabis weltweit genauso geächtet wird wie Heroin oder Kokain – als Suchtmittel der UN-Kategorie 1. An der Position der UN gegenüber Cannabis hat sich auch mit der UNGASS-Generalversammlung im April 2016 wenig grundsätzliches geändert, siehe die Schlussdokumentation. Das Protokoll könnte prinzipiell so gedeutet werden, dass die Mitgliedsstaaten der UN von der UNGASS aufgerufen werden, Initiativen wie z. B. die ARGE CANNA zu fördern, um den Umgang mit Cannabis in kontrollierte Bahnen zu bringen und zu erforschen. Wir berufen uns hier auf die Paragraphen 43c und 47i. Wobei deren Formulierung es weiterhin unterstützend zuzulassen scheint, dass die Ausrottung von Cannabis und die Suche nach Ersatzmitteln vorangetrieben wird als eigentliches Ziel der Anstrengungen. Umso mehr ist unsere Arbeit vonnöten.

 

NATIONAL

Deutliche Legalisierungstendenzen bei medizinischem Cannabis vor allem in den USA, der EU und Mittel- bzw. Südamerika sind aktuell auszumachen. Eine hervorragende Quelle zur Mitverfolgung der globalen Legalisierungswelle bildet der entsprechende WIKIPEDIA-EINTRAG.

Die Länder mit den bisher stärksten Legalisierungstendenzen in medizinischer Hinsicht sind Chile,Costa Rica, Deutschland, Ecuador, Tschechien, Indien, Italien, Jamaica, Kambodscha, Kanada, Kolumbien, Kroatien, Mazedonien, Malta, Mexiko, Moldavien, Niederlande, Österreich, Paraguay, Peru, Polen, Portugal, Puerto Rico, Russland, Slovenien, Spanien, Schweiz, Ukraine, USA, Uruguay.