Cannabis – Welche hilfreichen Wirkungen kann es haben?

Die positiven Auswirkungen von Cannabis auf die Gesundheit sind lange Zeit in Vergessenheit geraten. Und nicht nur das: Die Pflanze genoss über Jahrzehnte ein mehr als fragwürdiges Image. Durch Propaganda und Lobbyismus wurde die Heilpflanze aufgrund ihrer teils berauschenden Wirkung nach und nach in ein schlechtes Licht gerückt. Heute entdecken viele Menschen die Pflanze wieder für sich. Die Wissenschaft bringt auch immer öfter Erstaunliches über die Pflanze zu Tage.

1. Cannabis lindert Schmerzen

Die Cannabinoide, die in der Cannabispflanze enthalten sind, weisen eine schmerzstillende Wirkung auf. Unzählige Patienten berichteten bereits von einer schmerzlindernden Wirkung. Studien bestätigen die schmerzstillende Wirkung der Pflanze ebenfalls. Ein Bericht der National Academies of Sciences, Engineering and Medicine belegt in einer der umfassendsten Studien, die je zum Thema Cannabis Präparate durchgeführt wurden, dass Cannabinoide eine effektive Behandlungsmethode für chronische Schmerzen darstellen. Doch woran liegt das genau? In unserem Zentralnervensystem befinden sich sogenannte Cannabinoidrezeptoren. Die Cannabinoide von Cannabis Präparaten gelangen über den Blutkreislauf ins ZNS und docken dort an diese Rezeptoren an, was häufig zu einer Hemmung des Schmerzes führt. Patienten empfinden den Schmerz deshalb häufig nicht mehr als störend. Ob und wie Cannabis als Arzneimittel gegen Schmerzen wirkt, ist jedoch individuell sehr unterschiedlich. Die Einnahme sollte auf jeden Fall vorher mit einem Arzt besprochen werden.

2. Cannabis lindert Übelkeit

Im 19. Jahrhundert waren Cannabis Präparate in nahezu jeder Hausapotheke vorhanden. Kein Wunder – immerhin weist die Pflanze erstaunliche Eigenschaften auf. So kann sie zum Beispiel Übelkeit erfolgreich lindern und den Appetit anregen. Gerade bei Patienten, die an HIV oder Krebs leiden ist, verschafft Cannabis häufig Linderung. HIV-Patienten müssen häufig antiretrovirale Therapien über sich ergehen lassen, die unangenehme Nebeneffekte wie wenig Appetit und Übelkeit mit sich bringen. Genauso bei der Chemotherapie von Krebspatienten. Bei der Behandlung von Nebenwirkungen der antiretroviralen Therapie oder Chemotherapie hat sich Cannabis als äußerst effektiv herausgestellt. Die Übelkeit wird gelindert und der Appetit wird sanft angeregt. Viele Patienten setzen dabei auf das klassische Rauchen der Pflanze.

3. Cannabis ist ein natürlicher Entzündungshemmer

Bei einer Entzündung handelt es sich um die Abwehrreaktion des Organismus auf innere oder äußere Reize. Entzündungen können sich durch Schwellungen, Fieber, Hautrötungen, einen beeinträchtigten Geruchssinn oder ein generelles Unwohlsein bemerkbar machen. Naturheilkundige setzen Cannabis bereits seit Jahrtausenden als Entzündungshemmer ein. Inzwischen konnten Forschungsarbeiten dieses jahrtausendealte Volkswissen untermauern.

4. Cannabis bei Schlafstörungen

Schlafstörungen sind weit verbreitet in der Gesellschaft. Laut DAK-Gesundheitsreport leidet bereits jeder zehnte Arbeitnehmer an Einschlaf- und Durchschlafstörungen. Sogenannte Insomnien, wie Schlafstörungen in der Fachsprache genannt werden, sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Regelmäßiger schlechter Schlaf hat schlimme Folgen für unsere Gesundheit. Wir sind tagsüber erschöpft, müde und unkonzentriert. Zudem kann sich unser Immunsystem in der Nacht nicht so gut erholen und wir sind anfälliger für Infekte. Viele Menschen greifen in einem solchen Fall zu Schlaftabletten. Diese wirken zwar gut, können jedoch abhängig machen. Eine sanfte und pflanzliche Alternative ist Cannabis. Viele Ärzte verschreiben ihren Patienten bereits Cannabis als Schlafmittel. Tatsächlich berichten viele Patienten davon, dass Präparate, die auf dem Wirkstoff Cannabis basieren, ihnen beim Ein- und Durchschlafen helfen.

Fazit

Im 19. Jahrhundert noch in jeder Hausapotheke zu finden, war die heilsame Wirkung von Cannabis nahezu in Vergessenheit geraten. Heute beschäftigt sich die Wissenschaft wieder mit der Pflanze und immer mehr Menschen entdecken Cannabis Präparate für sich. Kein Wunder – Cannabinoide sind schließlich schmerzlindernd, entzündungshemmend und können sogar beim Einschlafen helfen.



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