Die Bedeutung von Cannabisöl für die Medizin

Cannabidiole (CBD) kann man auf verschiedene Weise zu sich nehmen. Beliebt sind die Nutzung als Paste, Kapsel, E-Liquid, Salbe, Kaugummi, Tee und Öl. Bei jeder Darreichungsform wird vorher das CBD aus der Hanfpflanze extrahiert, das dann als kristallines Pulver hervortritt. Die Wirkstoffe lösen sich besonders gut in Öl, was die Beliebtheit von Cannabisöl erklärt. Zudem bieten Cannabisöle die Vorteile einer schnellen Resorption sowie der passgenauen Dosierung.

Photo by Michael Fischer from Pexels

Wichtig zu wissen ist, dass CBD keine psychoaktive Wirkung auf den Konsumenten entfaltet. Das war der Grund für die Legalisierung von CBD in der Schweiz, die europaweit einen Run auf den benachbarten Alpenstaat auslöste. Für die bewusstseinsverändernde Wirkung im Hanf ist vielmehr der Wirkstoff THC verantwortlich, der bei der gezielten Extraktion von CBD allerdings mit maximal 0,3 % auf ein Spurenelement reduziert wurde. In dieser Menge kann THC keine psychoaktiven Auswirkungen auslösen. Abgesehen davon ist CBD sogar der Antagonist von THC, der viele Wirkungen von THC innerhalb der Hanfpflanze durch gegenläufige Prozesse abfedert wie zum Beispiel Angst, Unruhe und Heißhunger.

Die Einnahme von Cannabisöl

Der Konsum von Cannabisöl geschieht tröpfchenweise und am besten sublingual, denn durch die sublinguale Einnahme passieren die Wirkstoffe sofort über die Mundschleimhaut die Bluthirnschranke. Alternativ können die Tropfen auch geschluckt werden. Die Wirkung tritt dann leicht verzögert ein. Als Einstiegsdosis empfehlen Experten die Applikation von drei Tropfen jeweils morgens und abends, die dann bei guter Verträglichkeit auf fünf Tropfen erhöht werden kann. Diese Dosis kann bei Bedarf auch auf dreimal täglich gesteigert werden. Die fünf Tropfen sollten in diesem Fall beibehalten werden. Diese Angaben dienen nur als grobe Richtlinie, denn die genaue Dosierung hängt stark vom Krankheitsbild, der CBD-Konzentration des Cannabisöls und der persönlichen Reizschwelle ab. Evtl. muss ein wenig variiert werden, bis die perfekte Dosis gefunden wurde.

Ergänzende und weiterführende Informationen zu dem Wirkstoff CBD sowie Cannabisöl verständlich erklärt, finden Sie auf dieser Partnerseite.

CBD Öl Nebenwirkungen

CBD besitzt insgesamt ein günstiges Nebenwirkungsprofil und macht nicht abhängig. Vor allem bei höheren Dosierungen ist allerdings eine gewisse Vorsicht geboten. Mögliche Nebenwirkungen sind Müdigkeit, Mundtrockenheit, niedriger Blutdruck und Appetitlosigkeit. Darüber hinaus wird CBD in der Leber abgebaut, sodass gewisse Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten nicht ausgeschlossen werden können. Diese Medikamente können durch die Überforderung der Leber langsamer abgebaut werden, aber auch stärker werden. Dies betrifft vor allem die Säurehemmer Ondamsetron und Pantoprazol, das Antiepileptikum Clobazam (Frisium) und das Antipsychotikum Risperidon (Risperdal), da der Abbau in der Leber über dieselben Enzyme wie bei CBD geschieht. Während der Schwangerschaft sollte CBD nicht eingenommen werden, da es die Schutzfunktion der Plazenta beeinträchtigen kann.

Wo kann man Cannabisöle kaufen?

Cannabisöl kaufen kann man als Nahrungsergänzungsmittel. Man findet diese CBD Öle in Apotheken, Drogerien und Reformhäusern. Der Vorteil der Supplement-Einstufung liegt in der leichten Beschaffung ohne Rezept. Der Nachteil besteht in dem Verbot der Hersteller, mögliche Heilwirkungen zu benennen, sodass sich der Kunde über den Wirkkomplex von CBD Ölen selbstständig informieren sollte. Handelsüblich sind Öle mit einem CBD-Anteil von 5 %, 10 %, 15 % und 20 %. Die Wirkung bei 5 % ist leicht, aber signifikant. Ab 20 % kann von einem hohen Wirkungsgrad ausgegangen werden. Die Cannabisöle sind dann allerdings entsprechend teurer. Gelegentlich findet man im Handel Präparate mit dem sehr hohen CBD-Anteil von über 30 %. Cannabisöle mit nur 2 bis 3 % werden meistens für Kinder und Haustiere verwendet. Grundsätzlich besitzt die Cannabispflanze Sativa die höchsten CBD-Konzentrationen.

Die Inhaltsstoffe von CBD-Öl

CBD-Öl besitzt über 500 bekannte Wirkstoffe, worunter sich ca. 85 Phyto-Cannabinoide und viele ätherische Öle befinden. Zu den Inhaltsstoffen gehören Aminosäuren, Proteine, Vitamin E, B1 und B12 sowie Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren im Verhältnis 1:3. Weitere pflanzliche Wirkstoffe sind Chlorophyll und Caratinoide, vor allem Beta-Carotin. Cannabisöl enthält zahlreiche Mineralstoffe und Spurenelemente, darunter Kalzium, Kalium, Natrium, Mangan, Kupfer, Magnesium, Eisen, Phosphor und Zink.

Der Wirkkomplex von Cannabisöl

Das Endocannabinoid-System

Cannabisöl besitzt einen multimodalen Wirkkomplex. Die CBD Wirkung erstreckt sich dadurch auf sehr unterschiedliche Krankheitsbilder. Zunächst ist CBD über die CB1- und CB2-Rezeptoren mit dem Endocannabinoid-System (ES) des Menschen verbunden. Dieses wurde erst in den 1960er Jahren von den israelischen Wissenschaftlern Yehiel Gaoni und Raphael Mechoulam identifiziert. Seit diesem Zeitpunkt ist es Gegenstand der internationalen Forschung, ohne, dass bislang alle Geheimnisse des Systems gelüftet werden konnten. Das ES befindet sich im Nervensystem und ist an der Freisetzung vitaler Neurotransmitter wie GABA, Glutamat und Dopamin beteiligt. Cannabisöl trägt dazu bei, das Nervensystem kranker Menschen wieder zu stabilisieren, sodass der Wirkstoff bei Patienten der Nervenerkrankungen Parkinson, Morbus Crohns, Fibromyalgie, ALS und Chorea Huntington helfen kann. Einen Rückkopplungseffekt gibt es durch die Hemmung von Anandamid durch CBD, denn das Ethanolaminderivat ist ein wichtiger Motor des ganzen Systems.

Vanilloide Typ 1 und Typ 2

CBD dockt an die Vanilloid-Rezeptoren vom Typ 1 und Typ 2 an. Typ 1 ist mit einem Kationenkanal verbunden, an dem sich Nervenzellen befinden, die sehr empfindlich auf Schmerzen reagieren. Insbesondere bei chronischen Entzündungen sind diese Schmerzkanäle überaktiv, was erst durch geeignete Schmerzmittel wieder aufgehoben werden kann. Eines dieser Schmerzmittel ist das natürliche CBD, das unter anderem über den Botenstoff GABA die Entzündungen löst und die Schmerzen blockiert. Dies ist die Ursache für die entzündungshemmende und schmerzlösende Eigenschaft von CBD, das folglich bei vielen Krankheiten, die mit Schmerzen und/oder Entzündungen zu tun haben, eine heilsame Wirkung entfaltet.

Beispiele für mit Entzündungen und Schmerzen konnotierte Krankheiten, bei denen Cannabisöle helfen können, sind Asthma bronchiale, Migräne, Akne, Neurodermitis, Übelkeit, Rheuma, Arthrose, Muskelspasmen und verschiedene Nervenschmerzen. Der Vanilloid-Rezeptor Typ 2 steht wiederum in unmittelbarer Beziehung zum Krebs. Hier hat CBD die Eigenschaft, bösartige Krebszellen beseitigen zu können, indem es einen programmierten Zelltod auslöst. Auch dies wurde in verschiedenen Krebsstudien nachgewiesen.

Was CBD noch kan

Darüber hinaus wurde die Wechselwirkung von CBD mit zahlreichen anderen Rezeptoren nachgewiesen, die mitverantwortlich für die krampflösende, appetitzügelnde, entgiftende, antiseptische, zellfördernde, antiallergene, immunstärkende und antioxidative Wirkung von CBD sind, das außerdem als Medikament gegen Glaukom, Diabetes, diverse Magendarmerkrankungen, Arthrose und Epilepsie derzeit ein attraktiver medizinischer Forschungsgegenstand ist.

Sportler profitieren von der Muskelentspannung in der Regenerationsphase. Durch die Anknüpfung mit Chlorophyll, dem Stoff des Lebens, werden zudem die Zellatmung gefördert, die Durchblutung verbessert und der Arterienverkalkung vorgebeugt. Nicht zuletzt durch den positiven Einfluss von CBD auf die Zellproliferation gilt CBD nicht nur als wirksam gegen verschiedene Hautkrankheiten wie Akne und Neurodermitis, sondern wird auch generell als Anti-Ager von gesunden Menschen geschätzt. Im Internet kursieren derzeit viele Berichte von Betroffenen, die von ihren CBD Öl Erfahrungen berichten und sich überwiegend positiv äußern.

Die ganzheitliche Wirkung von CBD

Der pleiotrope Wirkkomplex von CBD erstreckt sich auf zahlreiche Krankheiten, die nach der traditionellen Schulmedizin unter physische und psychische Störungen eingeteilt werden. Nicht zuletzt rückt das breite Wirkspektrum von CBD die Erkenntnisse der arabischen, indischen und chinesischen Medizin wieder näher ins Bewusstsein, dass sich psychische und physische Erkrankungen doch näher sind als vielfach angenommen. So haben in den letzten Jahren medizinische Forscher immer neue Botenstoffe und Rezeptoren entdeckt, die für ganzheitliche vitale Prozesse, das heißt in psychischer und physischer Hinsicht, relevant sind.

CBD gegen psychische Krankheiten

Im Bereich der psychischen Erkrankungen konnten Mediziner bislang den 5HT1A-Rezeptor, verschiedene Opiod-Rezeptoren sowie das Ethanolamin-Derivat der Arachidonsäure Anandamid, identifizieren, mit denen CBD interagiert. Insgesamt entfaltet CBD seine Heilwirkung auf verschiedene Hirnbereiche. Dazu gehören das Stammhirn, die Emotionssteuerung in der Amygdala, der Hippocampus für das Gedächtnis und bewusste Denken, die Großhirnrinde und der Hypothalamus.

Die Ganzheitlichkeit der Wirkung von CBD, die im Bereich psychischer Erkrankungen einen Großteil der Neurosen umfasst und teilweise sogar in den psychotischen Bereich übergeht, erklären sich moderne Mediziner damit, dass CBD die Möglichkeit hat, vitale Regelkreise im Gehirn und den Nervenbahnen wieder in das richtige Gleis zu überführen. Die Tiefenhirnstimulation (THS) basiert zum Beispiel auf der Revitalisierung von außer Takt geratenen Schaltkreisen. Wenn dies CBD gelänge, wäre dies ein Quantensprung der modernen Medizin, da die Einnahme von Cannabisöl natürlich ungleich schonender ist als ein derart invasiver Eingriff über eine Gehirnoperation.

CBD wirkt erfolgreich gegen Depressionen, Burnout, Ängste, Zwänge, Stress, Nervosität und Schlafstörungen. Darüber hinaus wird sein Einsatz in der Suchtbekämpfung diskutiert. Überdies konnten durch CBD bereits vereinzelte Erfolge gegenüber Betroffenen von leichten Schizophrenien nachgewiesen werden. Die appetitzügelnde Wirkung macht CBD vor allem im Einsatz von Diäten interessant. Die Linderung der psychischen Symptome ist bereits aus sich selbst heraus für Betroffene eine Befreiung. Auch trägt diese zu einer ganzheitlichen Gesundung bei, weil Stress und Angst den Körper in einer Art Notfallmodus verharren lassen, sodass „sekundäre“ Schutzfunktionen nur noch mit halber Kraft geleistet werden. Eine Depression wiederum lässt den gesamten Körper seine Funktionen auf Sparflamme zurückfahren und macht ihn während der Störung anfälliger für andere Krankheiten.  Dies ist auch deshalb bedenklich, weil eine lange Dauer von Depressionen, die im schlimmsten Falle chronifizieren können, zu einem Zusammenbruch führen kann.



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

WP2Social Auto Publish Powered By : XYZScripts.com