Die Cannabis-Branche boomt ohne Ende

Bis vor einigen Jahren war Cannabis für die meisten Menschen nur die Pflanze, die das psychoaktive THC produziert. Doch es tut sich was in der Forschung rund um das grüne Kraut: Sowohl die Zulassung von medizinischem Cannabis als Therapie für Menschen mit bestimmten Erkrankungen in einigen Ländern als auch die immer flächendeckende Legalisierung von Marihuana weltweit sorgten für neue Zielgruppen.

Doch auch viele andere Hanfprodukte, beispielsweise das nicht berauschende CBD oder das Superfood Hanfsamen tragen zu der zunehmenden Akzeptanz in der Gesellschaft bei. Die Branche boomt. Und damit lässt sich Geld verdienen – für Anleger und für Unternehmer.

Quelle: https://www.pexels.com/de-de/foto/nahaufnahmefoto-der-grunblattrigen-pflanze-2731667/

Wie kann man vom Cannabis-Hype profitieren?

Es gibt drei Gruppen von Menschen, die vom Hype rund um die Wunderpflanze profitieren:

Einerseits natürlich diejenigen, denen der Konsum von verschreibungspflichtigem Marihuana oder CBD bei gesundheitlichen Problemen hilft.

Doch dann gibt es auch noch die Gruppen, die finanziell vom Cannabis-Geschäft profitieren, nämlich diejenigen, die in der Branche tätig sind, sowie die, die in die Branche investieren.

Cannabis Aktien – US-Markt verspricht immenses Wachstumspotenzial

Nicht jeder möchte All- in gehen und ein eigenes Cannabis Unternehmen gründen. Wer kleiner einsteigen will, aber an den wirtschaftlichen Erfolg des Krautes glaubt, kann in Cannabis Aktien investieren.

Wer Aktien von Unternehmen kauft, die mit Cannabis-Produkten handeln, kann auf einer Welle mitreiten, die sich schon seit einiger Zeit hält. Es ist vor allem der US-Markt, auf dem Cannabis eine immer größere Rolle spielt: Seit der Legalisierung von Cannabis in Kanada und einigen US-Bundesstaaten steigt der Absatz nämlich zusehends. Experten gehen davon aus, dass dieses Wachstum noch einige Zeit anhalten wird.

CBD Start-up gründen

Dann gibt es noch diejenigen, die im Cannabis-Hype eine Geschäftsidee widmen. Tatsächlich entstanden in den letzten Jahren viel Unternehmen, die Hanf-Produkte verkaufen. Da Marihuana hierzulande bisher nicht legalisiert wurde, beschränken sich hier ansässige Unternehmen meist auf reine Hanf- oder CBD-Artikel. Die Cannabis-Produkte dürfen dabei den THC-Schwellenwert von 0,3 % nicht übersteigen. Ist das der Fall, kann man sein Produkt frei verkaufen und vom Boom um die Wunderpflanze profitieren.

Eigene Marke und White Labels

Ist die Entscheidung für ein eigenes Cannabis Unternehmen gefallen, stellt sich für den Gründer die Frage, ob er eine eigene Marke erschaffen oder lieber in ein bereits erhältliches CBD-Produkt investieren wollen. Beides bietet Vor- und Nachteile:

White Labeling

Der Gründer kauft das White Label für Produkte einer existierenden Marke, der er vertraut und brandet diese mit einem eigenen Logo. So baut er eine eigene Marke auf, ohne selbst in Forschung und Herstellung investieren zu müssen. Bei rund 90 % aller CBD-Produkte auf dem europäischen Markt handelt es sich Schätzungen zufolge um White Labels.

Der Gründer muss sich bei dieser Vorgehensweise zwar trotzdem seine eigene Marke aufbauen, profitiert aber vom Know-how des eigentlichen Herstellers.

Eigene Marke

Um eine eigene CBD Marke von der Pike aufzubauen, ist einiges an Know-how sowie ein großes Budget erforderlich. Doch sobald die Marke steht, sind höhere Margen als beim White Labeling möglich, was den Gewinn erhöht. Viele Unternehmen möchten sich durch spezielle Herstellungsprozesse von der Konkurrenz abheben – dabei kann eine eigene Produktion vorteilhaft sein.

In der Praxis kommt es oft zu einer Mischung beider Verfahren. Gründer starten dabei mit White Labels und nehmen irgendwann mehr Produkte auf, die zum Teil aus Eigenproduktion stammen.

Rechtliche Aspekte beachten

CBD zählt in Österreich zu den Nahrungsergänzungsmitteln. Das heißt, es ist legal und frei verkäuflich. Da es sich bei der Herstellung von Cannabis-Produkten aber dennoch um eine rechtlich pikante Sache handelt, sollte man sich vor der Geschäftsgründung ausgiebig mit der Rechtslage beschäftigen.

Der Gründer sollte sich also fragen: Was darf ich (nicht) herstellen oder verkaufen? Wie muss ich meine Produkte kennzeichnen? Sind Zertifikate für den Vertrieb von CBD-Produkten nötig? Welche Zertifikate muss ich von meinen Zulieferern fordern? Wie muss ich die Reinheit der Artikel prüfen? Wo darf ich meine Ware verkaufen?

Nur mit dem entsprechenden Hintergrundwissen kann man erfolgreich in diesem Business tätig sein. Wer Fehler begeht, vor allem in Hinblick auf den erlaubten THC-Schwellenwert in den verkauften Produkten, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.



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