Warum pflanzliches Cannabis besser ist

Die ARGE CANNA vertritt seit ihrer Gründung die Position, dass Cannabis als pflanzliches Heilmittel – als sog. Phytopharmakon – den „synthetischen“ Cannabinoid-Monosubstanz-Präparaten wie Dronabinol, Sativex oder Epidiolex vorzuziehen ist. Wie ein Artikel in englischer Sprache erneut deutlich herausarbeitet, sprechen nun auch neuere wissenschaftliche Erkenntnisse dafür, dass Cannabis-Blüten mit ihrem Gemisch aus ungezählten Wirkstoffen (Cannabinoiden, Terpenen, Flavonoiden etc.) im therapeutischen Sinn um ein Vielfaches zu bevorzugen sind. Wie schon vom legendären Entdecker des THC und des Endocannabinoidsystems Dr. Raphael Mechoulam beschrieben, kommen Kranke durch die Einnahme von Cannabis-Blüten oder Cannabis-Vollauszügen (wie z.B. Cannabin) in den Genuss eines „Entourage“-Effekts, da nicht nur die hinlänglich bekannten Wirkstoffe CBD und THC, sondern auch mehrere hundert anderer Stoffe mit therpeutischer oder therapieunterstützender Wirkung mit in den biologischen Kreislauf des Menschen gelangen, was bei reinem, in Sesam- oder Hanfnuss-Öl gelöstem THC oder CBD selbstverständlich nicht der Fall ist.

Den genannten Artikel finden Sie HIER.

Warum ist dann die Monosubstanz THC in Österreich legal per Suchtmittelverschreibung als Medikament zu haben, Cannabisblüten sind aber illegal? Das hat mehrere Gründe. Einerseits bedient sich die Schulmedizin gern solcher Monosubstanzen als Werkzeug, um zu versuchen, zweifelsfreie Belege für die Wirkung einer Substanz zu finden – ein Ansinnen, das in weit über 90 Prozent der Versuche scheitert und in einer endlosen Reihe von seit den 1950er Jahren dokumentierten Fällen von Wissenschaftsfälschung herbeigelogen wird. Folgerichtig beharrt die Lobby der Pharmaindustrien, die mit solchen Monosubstanzpräparaten Geld zu machen versuchen, aber auf dieser Methode. Womit wir bei der zweiten Begründung angelangt wären, weshalb Cannabisblüten und -vollauszüge illegal sind: Pflanzen per se lassen sich nicht patentieren und niemand kann sich Markenrechte auf Pflanzen sichern, es sei denn, sie sind durch gentechnische Veränderung im Labor erzeugt worden (siehen Genmais oder Gensoja). Darin liegt die gesamte Schwierigkeit bei der Legalisierung medizinischer Cannabisblüten. Man kann sie im Garten wachsen lassen, sie kosten praktisch nichts und sind mit höchster Wahrscheinlichkeit therapeutisch weitaus wertvoller, als es ein Monosubstanz der Firma Bionorica je sein kann.



Eine Antwort zu “Warum pflanzliches Cannabis besser ist”

  1. Dostl Martin sagt:

    Ich bin seit Jahren Dronabinol Patient. Da ich aber genau aus dem Grund dass natürliches Cannabis viel besser wirkt, eine Pflanze Outdoor gezüchtet habe, muss ich mich nun vor dem Staatsanwalt verantworten.
    Die Polizei ( zumindest ein Beamter) behandelt mich deswegen wie ein Schwerverbrecher. Respektlos als wäre ich ein Junkie. Traurig wenn man ohnehin jahrelang unter starken Schmerzen leidet , wird man nun auch noch diskriminiert. Leider hilft einem keiner !!! Ich habe versucht Unterstützung auf einschlägigen Pro Cannabis Seiten zu holen, selbst da bekommt man keine Antwort. Also werde ich weiter als Verbrecher leben, denn niemand wird mir verbieten mein Leben zu erleichtern.

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