Krankengeschichte Herr K: Burnout-Syndrom, Sucht

Krankheit: Burnout
Ich hatte einen Burnout 2006

Polytoxikomanie drei Substanzen (Opiate, Benzodiazepine, Alkohol), mehrere Entzüge, Benzos und Alkohol sehr erfolgreich entzogen 2015, Opiatentwöhnung derzeit.
Angstzustände, Depressionen, nervöse Unruhe, Craving, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Gedankenkreisen etc.

Konsumform: Ich rauche Cannabisblüten.

Menge: ungefähr vier Joints (ca. 1 Gramm) täglich

Dauer: Als ich 2004 anfing, Überforderungssymptome zu entwickeln und an extremer Schlaflosigkeit zu leiden, habe ich gemerkt, daß mir das Kiffen sehr gut hilft.

Wirkung: Mir hilft es so gut wie kein anderes Medikament gegen meine depressiven Angstzustände, weil es mich gänzlich bis ins tiefste Innere beruhigt, so wie es ansonsten nur Benzodiazepine können. Cannabis hilft mir ganz ungemein, mit meinem Leben klar zu kommen: Es macht das Leben wieder lebenswert. Derzeit reduziere ich das Substitol und möchte es ganz ausschleichen lassen. Auch gegen die Entzugssymptome hilft Cannabis perfekt. Die Schlafqualität ist ganz eine andere, und wenn man gut schläft, ist der ganze Tag auch viel schöner! Für mich ist Cannabis der „Segen“ schlechthin!!!

Nebenwirkung: Eigentlich nur, wenn ich zuviel gekifft habe: ein leichtes Gefühl der Abwesenheit. Sonst fällt mir jetzt nichts ein.

Vorteile: Wenn ich Cannabis verschrieben bekäme, wäre ich nicht mehr kriminell. So ist meine ganze Person illegal und das nur, weil ich krank bin. Dann kommt noch das ganze Wirkungsspektrum, das sich hauptsächlich positiv auf meine Beschwerden, mein Leben, auswirkt.

Nachteile: Da verhält es sich doch so wie bei jedem anderen Medikament; nicht jeder verträgt es, wenige Nebenwirkungen, Leute die es missbrauchen (wobei ich nicht glaube, dass diese Zahl gravierend steigen wird).



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