Cannabis-Legalisierung nicht mehr aufzuhalten

Qualitätskontrollierte, von Forschung und Medizin begleitete Abgabe von Cannabis in jeglicher Form sowie die Straffreistellung von Selbstmedikation mit Cannabis sind zentrale Ziele, für die sich die ARGE CANNA einsetzt. Dass diese Dinge Realität werden, ist nicht mehr zu verhindern. Es braucht bloß noch ein wenig Geduld – das zeigt ein kleiner Blick hinter die Kulissen der wirtschaftlichen und politischen Vorgänge der jüngsten Zeit .

Der Blick fällt zuerst in den restriktivsten europäischen Staat, wo die Legalisierung von medizinischem Cannabis noch große Hürden zu nehmen hat: Deutschland. In einer kürzlichen Meldung sprach sich die Gesundheitsministerin von Nordrhein-Westfalen, Barbara Steffens von den Grünen, für die Vergabe von Cannabis in Altenpflegeheimen nach israelischem Vorbild aus (siehe Artikel HIER und Artikel über Israel HIER). Steffens bezog sich auf häufige psychische Probleme im Fahrwasser von Hüftersatz-OPs und Vollnarkose. Prompt konterte Peter Preuß von der christlich-demokratischen Fraktion mit antiken, seit Jahrzehnten zweifelsfrei widerlegten Mythen über Cannabis, z. B. dem steigendenden Gehalt an Wirkstoffen, der sich seit den 70er Jahren, als entsprechende Aufzeichnungen begannen, im gleichen Schwankungsspektrum bewegt, oder der Zunahme von Cannabispsychosen bei Jugendlichen in ländlichen Krankenhäusern, wobei Cannabispsychose eine Diagnose ist, die sich kein ernstzunehmender Psychiater heutzutage noch zu stellen getrauen würde.

Dass tatsächlich beide Politiker im Dunklen tappen, wird im selben Atemzug erklärt: 600.000 Menschen würden einen problematischen Konsum von Cannabis aufweisen. Auch wenn die „unproblematischen“ Konsumenten hier nicht genannt werden: Wie kann eine Regierungsbehörde in einem modernen, angeblich demokratischen Staat es wagen, über eine halbe Million suchtkranker Menschen als Verbrecher hinzustellen und zu verfolgen, anstatt Strukturen zu schaffen, die deren Leiden in erträgliche Bahnen lenken? Ach, Deutschland… Duerte, dem wahnsinnigen Diktator der Philippinen, der sich gern mit Hitler vergleicht, würde das sicher gefallen (siehe Artikel HIER).

Noch vernebelter wirken die obengenannten Politikeraussagen angesichts der Vorgänge rund um die Blockchain-Technologie und die „illegalen“ Drogen-Handelsplätze im Deepweb bzw. Darknet. Seit das FBI die ersten großen Online-Drogenbörsen wie Silk Road 1 und Silk Road 2 stillgelegt hat, sind Dutzende kleinerer Kaufhäuser für illegale Waren aus dem dunklen Boden des anonymisierten Internet hervorgeschossen. Der dank Blockchain-Technik weitgehend unkontrollierbare und schwer manipulierbare Bitcoin-Zahlungsverkehr lässt den dortigen Handel florieren wie nie zuvor. Während die Regierungsbehörden einiger Staaten in Westeuropa noch ernsthaft über die Legalisierung von medizinischem Cannabis streiten, liefert die dortige Post täglich tonnenweise Cannabis, aber leider auch große Mengen gefährlicher Gifte an ihre Bürger aus, bestellt im Darknet, ohne Qualitätskontrolle und steuerfrei. Dieser Zug ist nicht nur abgefahren, er ist mit Überschall unterwegs. Keine Behörde der Welt kann ihn mehr stoppen. Interessanterweise scheint man das in Osteuropa erkannt zu haben (siehe Artikel HIER). Der Westen tritt dagegen auf der Stelle und überlässt seine Bürger dem Schwarzmarkt.

Das Blockchain-Phänomen zieht immer weitere Kreise – es betrifft selbstverständlich auch das Cannabis-Business außerhalb der rückständigen Prohibitionsstaaten (siehe Artikel HIER) und bei weitem nicht nur mehr dieses. Haufenweise arbeiten bereits auch „seriöse“, „normale“ Firmen mit der Blockchain-Technik, die tatsächlich einen Prozess der Demokratisierung in Gang gesetzt hat, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat. Die Blockchain-Technik ist die Nemesis des Konzepts vom Kontrollieren, Regieren und Beherrschen – sie ist der feuchte Traum jedes Utopisten, der vom gesellschaftlichen Autoregulativ schwärmt (siehe z. B. Publikation HIER). Darüber lamentieren mittlerweile sogar die US-Drogenbehörden, denen es zusehends schwerer fällt, Leute für den Konsum von Cannabis hinter Gitter zu bringen (siehe Artikel HIER).

Wir haben dazu keine Meinung. Alles, was die ARGE CANNA will, ist die Straffreistellung von Menschen, die ihre diagnostizierten Leiden mit Cannabis behandeln möchten, und die Schaffung der Möglichkeit, Cannabis in qualitätskontrollierter und sicherer Form käuflich zu erhalten. Was ist daran schwer zu verstehen?

Ein letztes Wort zur Rückständigkeit von Staaten wie Deutschland, Österreich oder Großbritannien in der Medical-Cannabis-Frage: Sogar der Vatikan bestätigt mittlerweile, dass die Pflanze Cannabis eine „gute Kreatur Gottes“ ist (siehe Artikel HIER). Normalerweise war die katholische Kirche immer die letzte Instanz auf der Welt, die bereit war, unwidersprechliche Tatsachen des Lebens zu akzeptieren. Heute bilden dieses Schlusslicht auf der Welt nur noch Dritte-Welt-Diktaturen, militaristische Entwicklungsländer und westliche Demokratien. Wie eingangs gesagt: Wir haben schon gewonnen – es ist nur noch eine Frage der Zeit.



Eine Antwort zu “Cannabis-Legalisierung nicht mehr aufzuhalten”

  1. Lena sagt:

    Schade, dass wir nach wie vor im restriktivsten Land der EU leben 🙂 Danke Frau Barbara Steffens für die qualifizierten Aussagen.
    Den Artikel finde ich sehr lesenswert. Besonders die Gedanken zum DarkNet und zu Blockchain Technologien wie Bitcoin habe ich so noch nicht betrachtet. Ob das letztlich die Legalisierung beschleunigt bleibt abzuwarten. Ich wäre in jedem Fall dafür. Nicht weil ich es konsumiere – sondern weil ich pro objektive Debatten bin und dann auch die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Mir ist bis heute unbegreiflich warum Alkohl und Tabak 2 derart tolerierte Betäubungsmittel sind, welche man frei kaufen und konsumieren darf.

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